Zu vielen Melodien passt eine Gegenstimme, eine Stimme, die nicht so viel mit der Hauptstimme zu tun hat, die sich freier bewegt, die allerdings die Hauptstimme unterstützen soll und nicht übertönen oder erschlagen. Sie bewegt sich meist in tieferer Lage unter der Melodie, füllt manchmal die Pausen der Melodie oder gibt in langen Walzertönen den Rhythmus. Sie orientiert sich häufig an Dreiklangszerlegungen oder Übergängen. Die Gegenstimme ist allerdings nicht so wichtig, sie sollte nur gespielt werden, wenn erste und zweite Stimme besetzt sind, allenfalls alternativ zur 3. Stimme. Oft wird sie auch erst bei der Wiederholung eingesetzt. So eine Gegenmelodie soll keine eigene Melodie sein, sie soll nur in Verbindung mit der Hauptmelodie erklingen, daher die oft einfachere Melodieführung. Eine einfache Art, so eine Gegenstimme zu gestalten, ist die Nachahmung, das Echo, der Kanon. Bleibt die Hauptmelodie auf einem Ton liegen, wird in der Gegenstimme die vorherige Phrase wiederholt bzw. manchmal sogar die folgende Phrase vorgezogen, nötigenfalls an die neue Harmonie angepasst. Wie so etwas funktioniert, sehen Sie beim Hoehü-Jodler. Dort wird sogar die komplette Melodie um einen halben Takt verschoben gespielt und nur im letzten Takt geringfügig angepasst. Ich spiele derartige Gegenmelodien mit dem Hackbrett zur Harmonika oder mit der Harmonika zu zweistimmigen Geigen. Es sind aber alle melodiefähigen Instrumente dazu geeignet. Verschiedene Instrumente haben natürlich verschiedene technische Möglichkeiten. Etwa lasse ich auf dem steirischen Hackbrett gerne das Hämmerchen hüpfen, so dass schnelle Sechzehntel- oder Zweiunddreißigstelnoten entstehen, wie im Beispiel in Zeile 4 und 5. Am Beispiel der Ennstaler Polka zeige ich hier etliche Arten, wie man eine Gegenstimme spielen kann. Gerade die Ennstaler Polka mit ihrer etwas einfachen Melodie eignet sich sehr gut für Gegenstimmen. Sie können dabei ruhig kreativ sein, können ausprobieren, was Ihnen gefällt, können ad hoc spielen, was Ihnen einfällt. Aber denken Sie daran, die Gegenstimme ist nicht so wichtig, sie soll die Hauptstimmen unterstützen und nicht übertönen oder erschlagen. Klicken Sie auf das Notenblatt, um diese Stimme (mit Bassbegleitung) hören zu können. Wie das Ganze im Zusammenhang aussieht bzw. klingt, sehen und hören Sie auf der nächsten Seite.
|
|
Online-Volksmusikschule für alpenländische Volksmusikverfasst von Franz Fuchs aus Klosterneuburg
|
|
|
Diese Seiten wurden erstellt von Franz Fuchs, Baumeister, geb. 1939, A
3400 Klosterneuburg, Buchberggasse 63, Telefon + Fax +43 (0 2243) 3 30 51 (neu!), Handy +43
(0 664) 9 80 43 15, E-Mail franz.fuchs@stammtischmusik.at.
Sie enthält private Mitteilungen von Franz Fuchs über seine Hobbies
Volksmusik, Volkstanz, Gedichte, Lieder und über seine
Familie. | |
Die Betreibung dieser Seiten kosten
neben dem Zeitaufwand auch einen nicht unerheblichen Geldaufwand. Wir freuen
uns daher über jede Spende.
Näheres im Impressum
der Stammtischmusik. | |
|
Falls in diesen Seiten irrtümlich irgendwelche Urheberrechte verletzt wurden,
ersuche ich um Mitteilung und werde dies sofort abstellen. | |
|
Ich weise darauf hin,
dass ich für die Inhalte von Seiten außerhalb der Domänen www.volksmusik.cc, www.stammtischmusik.at,
www.volksmusikschule.at, sowie
www.franz.fuchs.priv.at
und www.volkstanz.at/bag weder Verantwortung übernehme noch sie mir zu eigen mache! | |
Für die kostenlose Beistellung der URLs www.volksmusik.cc und
www.franz.fuchs.priv.at sowie für den kostenlosen Internet-Speicherplatz bedanke ich mich bei meinem Sohn
Günther
Fuchs. | |
Ich danke allen Usern, die mir mit ihren
Rückmeldungen, mit ihrem computertechnischen oder musikalischen Fachwissen
geholfen haben, diese Seiten zu erstellen. | |
Ich freue mich über Fragen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge (Korrekturen, Ergänzungen, weiterführende Links). |
|