Begleitung auf dem HackbrettDas Hackbrett ist ein Rhythmusinstrument. Natürlich kann man darauf Melodie spielen. Beim Zusammenspiel mit anderen Melodieinstrumenten hört man aber in erster Linie das Schlaggeräusch. Besonders Steirisches und Osttiroler Hackbrett sind unter anderem bestens dazu geeignet, Melodieinstrumente zu begleiten, ihnen Rhythmus zu geben, die Melodie zu untermalen, und vor allem die Harmonie in Dreiklangszerlegungen zu unterstützen. Die folgenden Schlagmuster sind aber auch auf dem Salzburger Hackbrett gut geeignet. Einfachstes Begleitmuster in mehreren Lagen:Die Stufen erkläre ich auf einer eigenen Seite (einfache Mehrstimmigkeit) Bei den folgenden Beispielen habe ich ein einfachstes Harmonieschema angenommen: I-V-V-I-I-IV-V-I, beziehungsweise beim Walzer jeweils doppelt so lange. Falls das Schema des von Ihnen gespielten Stückes nicht damit übereinstimmt, sollten Sie diese Muster Ihrem Schema anpassen. Sie brauchen dazu nur das Schlagmuster eines Taktes in der jeweiligen Harmonie so viele Takte zu wiederholen, wie diese Harmonie andauert.
Jede Ziffer hat den Wert einer Viertelnote (Achtelnote bei der Polka), der Taktstrich wird durch den Schrägstrich simuliert. Die Ziffer bedeutet den Wert des Tones in der jeweiligen Tonleiter (Oktave), tiefgestellte Ziffern gehören zur tieferen Oktave, hochgestellte Ziffern zur höheren Oktave. Näheres siehe in meiner Harmonielehre. Das Hackbrett klingt stark nach, man hört den letzten Ton noch immer, wenn die Töne aller anderen Instrumente schon verklungen sind. Ich bin trotzdem nicht dafür, diesen schönen Nachklang abzudämpfen. Der letzte Ton sollte aber ein angenehm klingender Akkord sein, mit dem Grundton und möglichst noch der Sext darunter, also 1-3 oder 1-3 als Abschlussakkord. Das gilt in jeder Lage. Für den Anfänger sind die jeweils ersten Beispiele am Besten geeignet. Sie haben den Vorteil, dass das Muster der ersten Stufe immer mit dem Grundton "1" beginnt, also in C-Dur mit dem C, in D-Dur mit dem D und so weiter. Die fünfte Stufe beginnt, dazu passend, immer mit einem halben Ton unter dem Grundton "7", die vierte Stufe mit dem Grundton "1". Das ist leicht zu merken und leicht zu spielen. Jedes dieser Beispiele kommt mit einem beschränkten Tonumfang aus, wobei der Tonumfang in allen Stufen etwa gleich bleibt. In jeder Stufe werden anfangs ausschließlich Akkordzerlegungen gespielt, wobei es an sich fast egal ist, welchen Ton Sie an welcher Stelle spielen. Die folgenden Muster haben sich jedoch bewährt und passen so ziemlich zu jeder Melodie.
Weitere Rhythmusvariationen gibt es wie Sand am Meer: Noch mehr Achtel- oder gar Sechzehntelnoten oder in anderen Kombinationen, punktierte Viertel- oder Achtelnoten. Sie können alles ausprobieren, was Ihnen einfällt und spielen, was Ihnen gefällt. Nur bitte mit Vorsicht. Oft ist weniger besser, oft gibt eine einfache, aber rhythmisch klare Begleitung mit Viertelnoten viel mehr Schwung als das noch so brillante Feuerwerk von möglichst vielen Tönen, die womöglich mit der Melodie konkurrenzieren. Diese Begleitung soll auch Begleitung bleiben und nicht die Hauptmelodie übertönen.
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