Stile in der VolksmusikVolksmusik ist TanzmusikIn früheren Zeiten war Volksmusik 'die Musik' im Dorf. Es gab keine andere. Was die Musik spielte, konnten die Leute tanzen - und umgekehrt. Instrumentale Volksmusik war daher mit wenigen Ausnahmen immer Tanzmusik. Heute wird sie oft konzertant dargeboten, zum Zuhören, auf der Bühne beim 'Musikantentreffen', beim Adventsingen, in der Kirche usw. Aber auch bei derartigen Gelegenheiten sollte man den tänzerischen Charakter der einzelnen Stücke noch spüren. Guten Stil kann man lernen.Im alpenländischen Raum gibt es verschiedenste Stilrichtungen, überlieferte Volksmusik darzubieten. Man hört landschaftlich geprägte Stile, häufiger sind sie auch von herausragenden Persönlichkeiten geformt. Manche Musikanten orientieren sich an örtlichen Überlieferungen, an als gut empfundenen Vorbildern, oder suchen Verbindungen zu klassischer Musik oder zu Jazz und Blues. Wo es regionale Eigenheiten noch gibt, empfiehlt es sich immer, diese zu bewahren und auszubauen, sich an überlieferten Spielweisen und authentischen Musikanten zu orientieren, einen landschaftlich gebundenen Stil zu übernehmen. Das soll aber nie bedeuten, als gut empfundene Vorbilder zu kopieren. Alles genauestens nachzumachen, ohne eigene Zutat abzukupfern, ergibt bestenfalls eine schlechte Kopie. So gut wie das Original kann eine Kopie nie sein. Daher sollte jeder Musikant, jede Gruppe einen eigenen Stil entwickeln, sollte aus der Fülle der Möglichkeiten auswählen, was zu seiner Art passt. Dieser Stil kann sich ruhig mit der Zeit ändern, kann mit fortgeschrittenem Können und mit der Erfahrung reifen. Wichtig ist nur, dass die Qualität stimmt, dass gut musiziert wird. Wichtig ist Spannung und Schwung.
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